Donnerstag, 7. November 2024

"Nur die Bibel!" (Bibelkult)

 

“Sola Scriptura”


Auch “die Schrift allein” ist ein zentrales Postulat im Luther-Evangelium. Eine Aussage, die man ausserhalb dieser Religion nicht findet. Doch ist sie gerechtfertigt? Wird dieses Sola Scriptura dem Kontext eben dieser Scriptura überhaupt gerecht? Und: was ist denn der Sinn der Scriptura, der Bibel?


Zu dieser Luther-Aussage gehören auch noch andere Behauptungen, die man immer wieder hört, die allerdings irgendwann später durch Theologen so quasi als Dogmen, als Lehrsätze in Umlauf kamen.

Die lauten dann etwa so: “in der Bibel ist die ganze Göttliche Wahrheit enthalten” oder “jedes einzelne Wort in der Bibel kommt direkt aus dem Munde Gottes” oder “Gott selbst wacht über die Übersetzungen” oder “Man darf nicht darüber hinausgehen, als was in der Bibel steht”.


Dass die Bibel eindrücklich und auf einfache Art und Weise erklärt, interessiert niemanden. Mich aber schon. Denn laut der Bibel entsteht ein Konkurrenzverhältnis zwischen der Bibel und damit den Pastoren einerseits und andererseits dem Heiligen Geist. Johannes hat es uns gesagt, dass die oberste Autorität nicht die Bibel, sondern eben der Heilige Geist ist. Wir lesen das im 1. Johannes 2. 27:


Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt bei euch, und ihr bedürfet nicht, daß euch jemand lehre; sondern wie euch die Salbung alles lehrt, so ist's wahr und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibet bei ihm. Das ist genau das, was Jesus im Joh. 6. 46 schon gesagt hat:

Es steht geschrieben in den Propheten: "Sie werden alle von Gott gelehrt sein." Wer es nun hört vom Vater und lernt es, der kommt zu mir.”


Und worauf bezieht sich Jesus, wenn Er sagt, es sei schon in den Propheten geschrieben? Na, auf Hes. 36. 26, der schon vorausgesagt hat, dass Gott den Heiligen Geist in alle Menschen Herzen geben wird:


Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und darnach tun


So, und was ist nun mit dem Neuen Geist, den Gott in unser neues fleischerne Herz geben will. Sagt Jesus nicht im Joh. 14. 26: Joh 14:26  “Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe”. 


Damit ist füglich aus der Schrift bewiesen, dass die oberste Autorität, der sicherste und beste Lehrer des Evangeliums der Heilige Geist im Herzen des Menschen ist. 


Wenn jetzt aber so ein superintelligenter Pastor kommt und behaupten will, dass wir jetzt eben die Bibel haben und keine andere Quelle, schon gar nicht die innere Stimme, die ja auf jeden Fall okkult ist, haben müssen, dann muss ich ihm sagen, dass er mit seiner ganzen Seele noch zutiefst im Fleisch steckt und vom Wehen des Heiligen Geists noch gar nichts erkannt hat. Das sind dann die Pharisäer, die vor dem Himmelstor stehen und niemanden hineinlassen und selbst auch nicht hinein gehen.


Die Bibel braucht es, das ist ganz klar. Aber die Aufgabe der Bibel ist es nicht, uns das GESAMTE Wissen zu vermitteln. Die Bibel ist ein Wegweiser zur Wahrheit. Außerdem ist es ein Geistiges Buch (nicht geistlich, das gibt es gar nicht) und man muss es auch geistig, das heißt, zwischen den Zeilen lesen. Der größte und auch einzige Wert des Bibellesens ist nicht das auswendiglernen, nicht das zitieren allen möglichen und unmöglichen Situationen, sondern allein nur das Umsetzen ins tägliche Leben. Erst wenn wir das tun, also durch die Werke (!), bewegt sich der Heilige Geist im Herzen und gibt uns die erhellenden Gedanken, die nötigen Erkenntnisse. 


Es ist gut, wenn wir die Bibel lesen und dann aber auch danach tun, wie es Jesus ja immer wieder gesagt hat, etwa im Joh. 14. 21. “Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren


Und diese Offenbarungen Jesu im Herzen geht wiederum über alles Geschriebene hinaus.


Die Suchenden unter uns, welche die Wahrheit wirklich wissen wollen, ob in der Bibel nun die ganze Wahrheit steht oder nicht, gibt die Bibel selbst preis: Die letzten Worte im Johannes-Evangelium lauten:


Es sind auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; so sie aber sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt würde die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären.

Klar haben die Schriftgelehrten auch hier wieder eine faule Ausrede, bzw. stichhaltige Argumente, wie sie sagen, in dem mit “die Welt kanns nicht fassen” die weltlichen, also nicht-geistlichen Menschen gemeint. Aber da ist unlogisch, denn die verstehe auch die Bibel selbst nicht.


Also, Fakt bleibt, dass die Göttliche Wahrheit derart umfassend ist, dass sie niemals in ein Buch gepresst werden kann, sondern dass es ein offenes Herz und einen erweckten Geist braucht, um auch nur das zu verstehen, was wir eben durchs Schlüsselloch sehen dürfen.


Hinterfragt, meine lieben Freunde und Geschwister, hinterfragt alles, was ihr am Sonntagmorgen von der Kanzel oder von der Bühne her hört! Vergesst nicht, das sind alles subjektive Interpretationen und haben nicht immer mit der Wahrheit zu tun. Im Zweifelsfalle steht auf und hinterfragt.


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